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Energiewende: Haben wir genug Fachkräfte?

11.05.2022

Der Ukrainekonflikt macht den Menschen in Westeuropa die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bewusst. Die Treibstoff- und Energiepreise haben sich in den letzten Monaten massiv verteuert. Dies hat viele EigenheimbesitzerInnen dazu veranlasst (am liebsten sofort) umzusteigen: weg von den fossilen; hin zu den erneuerbaren Energien.

Die vom Bundesrat entwickelte «Energiestrategie 2050» sieht den schrittweisen Umbau des Schweizer Energiesystems vor. Als zentrales Element steht der Ausbau der erneuerbaren Energien im Focus. Der vielseits beabsichtigte Öl- und Gas-Ausstieg spült Wasser in die Mühlen der geplanten Energiestrategie des Bundes und füllt die Auftragsbücher der Unternehmen in der Gebäudetechnikbranche. Diese spürt die voranschreitende Energiewende tagtäglich. Die Fürer AG ist im Bereich energetische Sanierungen und nachhaltiges Bauen zu Hause und stellt sich folgende Frage:

Haben wir genügend Fachkräfte, um die Energiewende wie geplant zu schaffen?

Diese Entwicklungen zum Klimaschutz und zur Dekarbonisierung haben WissenschafterInnen veranlasst, sich mit dem Potenzial der Energiewende auseinanderzusetzen. Die ZHAW hat eine Studie ausgearbeitet, welche das Potenzial des Ausbaus von erneuerbaren Energien innerhalb zweier Szenarien berechnet. Das erste Szenario (Referenzszenario) berechnet die potenzielle Wertschöpfung bis 2035, basierend auf der aktuellen Energieperspektive 2050+. Das zweite Szenario (Ausbauszenario) geht von einem forcierten Ausbau aus. Die Wertschöpfung wird auf Basis von zwei Faktoren berechnet: potenzielle Arbeitsplatzschaffung und wirtschaftliche Potenziale. Die Ergebnisse der Studie vom September 2021 werden in der folgenden Abbildung für die einzelnen Bereiche der energetischen Sanierungsmassnahmen dargestellt.


Arbeitsplatzpotenzial nach Bereichen der Energiewende

Es ergibt sich das Bild, dass allein für die Umsetzung der Heizungssanierungen ca. 30’000 Arbeitsplätze (je nach Szenario) bis 2035 entstehen müssen. Anteilmässig wären im Montagebereich ca. 14’000 und in der Planung ca. 2’000 Arbeitsstellen mehr nötig (Quelle: ZHAW). Wobei die restlichen Arbeitsplätze in anderen Bereichen wie u.a. Materialherstellung und öffentliche Verwaltung entstehen – die folgende Abbildung veranschaulicht diese Verteilung der Arbeitsplatzentstehung.

Verteilung der Arbeitsplätze für erneuerbaren Heizungsersatz

Dieses grosse Potenzial zeichnet sich auch in der Statistik ab. Der Baugewerbe-Index von 2010 ausgehend von 100 Indexpunkten ist bis 2020 auf 115 Indexpunkte gestiegen, was auf einen höheren Fachkräftebedarf hinweist (Quelle: Statista Research Department).

Der gestiegene Bedarf stösst auf eine konträre Arbeitsmarktsituation. Die Anzahl der Lernenden innerhalb des Bauhauptgewerbes ist in den letzten 11 Jahren um rund 25% gesunken[1].

Die Gebäudetechnikbranche HLK ist glücklicherweise weniger stark vom Lehrlingsrückgang betroffen. Im handwerklichen Bereich (Installation) sank die Anzahl der Lernenden um 14%; in der Gebäudetechnikplanung stieg sie um 11%. [2] (Quelle: BFS) Dies lässt eine klare Tendenz hin zu Bürojobs erkennen.

Allgemein ist der Rückgang des Nachwuchses in der Baubranche auf die geringe Attraktivität und das schlechte Image dieser zurückzuführen (Quelle: Blick). Hier sehen wir die Berufsverbände wie die Suissetec, welche +30 Mio. CHF durch Verbands- und Bildungsbeiträge 2020 einnahm (Quelle: Suissetec), in der Pflicht die handwerklichen Tätigkeiten als attraktive Berufsmöglichkeit darzustellen. Im September 2021 veröffentlichte die Energieschweiz einen Massnahmenplan zur «Bildungsoffensive Gebäude», welche folgende Bestrebungen hat:

  • Fachkräftemangel bekämpfen
  • Marktwachstum ermöglichen, zur Erreichung von Energieziele der Schweiz
  • Qualitätssicherung der notwendigen Arbeiten

Diese Roadmap mit 32 Massnahmen beruht auf der Zusammenarbeit von mehreren Stakeholdern, welche unter anderen folgende sind: BAFU, Baumeisterverband, Ecoplan, HSLU, Swissolar und Suissetec. Wobei die schnelle Umsetzung der erforderlichen Massnahmen nun an der Zusammenarbeit zwischen den Akteuren liegt (Quelle: Ecoplan Hrsg. Energieschweiz). Die Fürer AG hofft, dass die Umsetzung der Massnahmen für die aktuell prekäre Arbeitsmarktsituation ihre Wirkung zeigt und nicht zu spät kommt. In der Zwischenzeit setzen wir auf die eigene, aktive Rekrutierung von Nachwuchs (https://stgallen24.ch/articles/124218-trainee-day-in-moerschwil) und die engagierte Unterstützung für die stetige Weiterbildung unserer MitarbeiterInnen. Auf diese Weise wirken wir dem Fachkräftemangel entgegen. Auch wenn wir als KMU eine andere Ausgangslage als unsere grossen MarktbegleiterInnen haben, wollen wir ein moderner Arbeitsgeber sein, der den Bedürfnissen der kommenden Mitarbeitergeneration gerecht wird.


[1] Vergleichbarkeit jedoch ist eingeschränkt, weil die Lehrberufe und Brancheneinteilung verändert wurden.
Lehrlingsstand Bau- und Energiegewerbe 2010: 34’469
Lehrlingsstand Bau- und Energiegewerbe 2021: 25’704 (ca.-25%)

[2] Lehrlingsstand Montage HLK 2010: 1’740
Lehrlingsstand Montage HLK 2021: 1’494 (ca.-14%)
Lehrlingsstand Planung HLK 2010: 806
Lehrlingsstand Planung HLK 2021: 896 (ca.+11%)

Quellen:
ZHAW: https://digitalcollection.zhaw.ch/bitstream/11475/23240/3/2021_ZHAW_Potential-Erneuerbare-Energien-Energieeffizienz.pdf
Statista Research Department: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/754250/umfrage/fachkraeftebedarf-in-der-schweiz-nach-branchen/
BFS:https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bildung-wissenschaft/bildungsabschluesse/sekundarstufe-II/berufliche-grundbildung.assetdetail.22224794.html
https://dam-api.bfs.admin.ch/hub/api/dam/assets/347905/master
Suissetec:https://suissetec.ch/files/PDFs/Kommunikation/Publikationen/Deutsch/suissetec_JB20_DE_interaktiv.pdf
Ecoplan,Energieschweiz:https://pubdb.bfe.admin.ch/de/publication/download/10780

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